04. Oktober 2017 Maik Schwarz

LINKE bleibt dabei: Zeit zu handeln statt zu schönen!

Tatsächliche Arbeitslosigkeit im September 2017 im Vogtland

 

Schlechte Meldungen kann die Bundesregierung nicht gebrauchen. Deshalb bleibt sie dabei, die Arbeitslosenzahlen bundesweit schön zu rechnen. Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit längerem nicht als arbeitslos gezählt. Viele der Arbeitslosen, die älter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. Im Juli 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler tätig werden, zählt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat.

Dazu erklärt Maik Schwarz, Mitglied des Kreisvorstandes:
„Wer die tatsächliche Arbeitslosigkeit erfassen will, muss ehrlich rechnen. Auf unsere Kritik, aus dem letzten Monat, reagierte Dr. Geier schlicht mit dem Verweis, darauf, dass ihre Berechnung den bundeseinheitlichen Vorgaben entspricht. Die tatsächlichen Zahlen, welche allein auf amtlichen Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit beruhen, zeigen immer wieder dass es weitaus mehr Menschen gibt, die Arbeit suchen. So waren im September in Wirklichkeit 8.839 Vogtländerinnen und Vogtländer arbeitslos, also lediglich 57 Menschen weniger als im August.

Wie viele Menschen sich zusätzlich gar nicht erst arbeitssuchend melden, bleibt davon unberührt.
Wir bleiben dabei: Es ist Zeit zu handeln statt zu tricksen! Die Menschen müssen endlich die Chance haben, wieder in die Arbeitswelt integriert zu werden.“

DIE LINKE macht die tatsächlichen Zahlen des Arbeitsmarktes seit Jahren sichtbar, für das Vogtland bieten wir diese Transparenz seit letztem Monat. Die Zahlen können unter https://statistik.arbeitsagentur.de/ nachverfolgt werden.

Kategorien: DIE LINKE. Vogtland

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